Guadalupe, Vulkaninsel im Pazifischen Ozean, Mexiko
Guadalupe Island erhebt sich etwa 250 Kilometer westlich der Halbinsel Baja California aus dem Pazifik und ist Teil des mexikanischen Bundesstaates Baja California. Die Insel misst etwa 35 Kilometer in der Länge bei maximal 9,5 Kilometern Breite und besteht aus zwei erloschenen Vulkankegeln, deren höchster Punkt der Mount Augusta mit rund 1300 Metern ist.
Der spanische Entdecker Sebastián Vizcaíno erreichte die Insel erstmals im Jahr 1602 während seiner Expedition entlang der kalifornischen Küste. Im 19. Jahrhundert führte die intensive Jagd auf Robben und Seeotter beinahe zur vollständigen Auslöschung dieser Populationen, bis Mexiko Schutzmaßnahmen einführte.
Der Name stammt von der spanischen Bezeichnung für die Jungfrau von Guadalupe und erscheint auf den ersten Seekarten aus dem 17. Jahrhundert. Wissenschaftler nutzen heute die kleine Forschungsstation in Campo Oeste und beobachten die Robbenkolonien und die Erholung der einheimischen Vegetation nach dem Verschwinden der Ziegen.
Jeglicher Tourismus ist seit Januar 2023 untersagt, und auch wissenschaftliche Besuche erfordern Genehmigungen der mexikanischen Behörden. Die Anreise erfolgt per Boot oder Hubschrauber, und das Wetter kann sich schnell ändern, sodass Aufenthalte flexibel geplant werden müssen.
Die Gewässer rund um die Insel ziehen eine außergewöhnlich hohe Zahl an Weißen Haien an, die von den klaren Sichtverhältnissen und den großen Robbenkolonien profitieren. Bis zum Verbot im Jahr 2023 konnten Taucher die Tiere aus speziellen Käfigen beobachten, was die Region weltweit bekannt machte.
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