Naica, Stadt im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua
Naica ist eine kleine Stadt in der Gemeinde Saucillo im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Sie liegt in einer trockenen, felsigen Landschaft und ist weltweit bekannt für die Naica-Mine, die unterirdische Höhlen mit einigen der größten natürlichen Kristalle der Welt enthält.
Die Stadt wurde 1828 gegründet und entwickelte sich als Bergbauort, in dem Blei, Zink und Silber abgebaut wurden. Die Entdeckung der riesigen Gipskristalle in den Untergrund-Höhlen machte Naica ab dem 20. Jahrhundert zu einem Zentrum wissenschaftlichen Interesses weltweit.
Der Name Naica stammt aus der Bergbautradition der Region, die bis heute das Leben in der Stadt prägt. Die Bewohner bewahren die Erinnerung an Generationen von Bergleuten, und dieser Erbe zeigt sich in den Gesprächen und Geschichten, die über die unterirdischen Schätze erzählt werden.
Der Zugang zu den tiefsten Höhlen ist stark eingeschränkt, da die Temperaturen über 50 Grad Celsius erreichen und nur kurze Besuche mit speziellen Anzügen möglich sind. Besucher können die Mine unter bestimmten Bedingungen besuchen, sollten sich aber vorher informieren und mit lokalen Guides oder Forschern koordinieren.
Die Höhlen beherbergen Kristalle, die sich über Tausende von Jahren unter extremen Bedingungen gebildet haben, wobei eine der längsten Selenite-Kristalle über elf Meter lang ist. Wissenschaftler haben auch uralte Mikroben entdeckt, die seit Tausenden von Jahren in den Kristallen eingeschlossen waren, was Hinweise auf Leben unter extremen Bedingungen geben könnte.
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