Mariscal Mine, Quecksilbermine im Big Bend Nationalpark, Vereinigte Staaten.
Die Mariscal Mine ist eine Zinnober-Abbauanlage im Big Bend Nationalpark mit umfangreichen Überresten wie Lagerbehältern, einem Ofen, Kondensationskammern und einem hohen Ziegelschornstein inmitten der Wüstenlandschaft. Die Strukturen aus Stein und Ziegel stehen relativ unversehrt und zeigen, wie die damalige Raffination funktionierte.
Diese Zinnobermiene war von 1900 bis 1943 in Betrieb und produzierte etwa 1.400 Flaschen Quecksilber, was etwa ein Viertel der damaligen Quecksilberproduktion in den USA ausmachte. Die Anlage spielte eine wichtige Rolle in der Rohstoffversorgung während dieser Jahrzehnte.
Die Mine beschäftigte überwiegend mexikanische Arbeiter, die sich aus Steinen und Ästen einfache Unterkünfte bauten und dabei nur einen Dollar für zehn Stunden Arbeit verdienen konnten.
Der Zugang erfolgt über die River Road East und erfordert Fahrzeuge mit erhöhter Bodenfreiheit, da der Weg schwierig zu befahren ist. Besucher sollten vorsichtig mit den verlassenen Strukturen umgehen und sich von offenen Schächten fernhalten.
Die Raffinerie nutzte einen speziellen Scott-Ofen, der aus lokalem Ton gebaut wurde und Quecksilber durch Verdampfung und Kondensation aus Zinnober extrahierte. Dieses Verfahren war für die Zeit bemerkenswert effizient.
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