McKittrick Canyon, Natürlicher Canyon in den Guadalupe Mountains, Vereinigte Staaten.
McKittrick Canyon ist eine Schlucht im Guadalupe-Mountains-Nationalpark im Westen von Texas. Die Schlucht ist bekannt für einen ganzjährig fließenden Bach, der entlang der Talsohle verläuft und eine ungewöhnliche Vegetation inmitten der Wüste ermöglicht.
Das Land gehörte im frühen 20. Jahrhundert einem Ölgeologen namens Wallace Pratt, der sich in den Canyon verliebte und dort eine Ranch aufbaute. Er schenkte seine Ländereien schließlich der US-Regierung, was den Grundstein für die Gründung des Guadalupe-Mountains-Nationalparks im Jahr 1972 legte.
Das kulturelle Leben der Schlucht dreht sich heute um den Weg, der am von Freiwilligen betreuten Besucherzentrum beginnt und einem trockenen Bachbett folgt, das er mehrfach quert. Dort wachsen Spanischer Dolch, Sotol, Ocotillo, Lechuguilla, Jahrhundertpflanzen, Feigenkakteen und Claret-Cup-Kakteen, dazwischen einzelne Kiefern, Wacholder und die Texas-Madrone, deren rote Rinde sich jährlich einrollt und ablöst. Weiter oben speist ein klarer Bach Eichen, Eschen und Bigtooth-Ahorn, deren Herbstfärbung sich vom Wüstenumfeld abhebt.
Der Zugang zum Canyon erfolgt über einen Parkplatz am Eingang, von dem aus gut markierte Wanderwege entlang des Baches verlaufen. Der Weg ist insgesamt moderat, aber die Sonne kann im offenen Gelände sehr intensiv sein, daher empfiehlt es sich, früh morgens zu starten.
Die archäologische Bedeutung eines Teils des Canyons führte am 26. September 1991 zur Aufnahme in das National Register of Historic Places als McKittrick Canyon Archeological District. Der Weg führt zudem nach 2,4 Meilen (3,9 km) an der Wallace Pratt Lodge vorbei, dem Haus des Erdölgeologen, dem einst der größte Teil des Canyons gehörte.
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