Guilá Naquitz Cave, Archäologische Höhle im Zentraltal von Oaxaca, Mexiko
Guilá Naquitz ist eine Höhle im Zentraltal von Oaxaca mit einer Öffnung von etwa 8 mal 10 Metern und Bereichen, die bis zu 140 Zentimeter tief reichen. Das Gelände zeigt fünf verschiedene Gesteinsschichten und liegt auf einer Höhe von etwa 1.926 Metern.
Forschungen in den 1960er Jahren zeigten, dass Menschen die Höhle vor etwa 10.750 Jahren zum ersten Mal besuchten. Jäger und Sammler nutzten sie über lange Zeit hinweg zu verschiedenen Jahreszeiten, hinterließen dabei Werkzeuge und andere Gegenstände in den Schichten.
Die Höhle zeigt, wie frühe Bewohner Pflanzen wie Kürbisse und Flaschenkürbisse gezielt anbauten. Menschen hinterließen Spuren ihrer Beziehung zur Natur, die bis heute in den Schichten sichtbar sind.
Der Ort liegt etwa 5 Kilometer nordwestlich von Mitla und kann als Teil des größeren archäologischen Komplexes zusammen mit den Yagul-Ruinen besucht werden. Eine Kombination beider Orte ermöglicht einen vollständigen Überblick über die antike Besiedlung der Region.
Wissenschaftler entdeckten Kürbisschalen, deren Dicke vor etwa 8.000 Jahren zunahm, was zeigt, dass frühe Bewohner Pflanzen bewusst züchteten. Dies ist eines der ältesten bekannten Beispiele für die Veränderung von Wildpflanzen durch menschliche Auswahl.
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