Volcán Cerro Machín, Schichtvulkan im Department Tolima, Kolumbien.
Cerro Machín ist ein Vulkan in der östlichen Zentralkordillere, der 2.650 Meter hoch aufragt und einen 2,4 Kilometer breiten Krater besitzt. Drei Dome aus Dazit erheben sich innerhalb dieses Kraters und prägen das vulkanische Gelände.
Aus dem Holozän sind sechs Eruptionsphasen bekannt, anhand verkohlten Holzes datiert auf 5.000, 4.800–4.300, 3.600, 2.500, 1.200 und 800 Jahre vor heute; vier waren plinianisch, zwei durch Domkollaps. Der letzte Ausbruch um 800 n. Chr. hinterließ die Narbe des jüngsten Doms. Manche bringen den Vulkan mit dem „Tiempo del Ruido“ von 1687 in Verbindung, als Schwefelgase Bogotá in Panik versetzten; 2000 setzte seismische Aktivität wieder ein.
Der Name Machín wird auch für das nahe Dorf und seine Thermalquellen verwendet, und im Krater liegt eine kleine Lagune, die von fünf Domen umgeben ist. Bauern in den Becken von Coello und Toche bearbeiten Böden aus Asche und Laharen des Vulkans; die seismische Krise von 2008 veranlasste rund 450 Familien aus Toche und Nachbarweilern, nach Cajamarca und Ibagué zu ziehen.
Der Zugang erfordert ein Fahrzeug mit Allradantrieb, um die unbefestigte Straße von Ibagué zu bewältigen, die steil durch enge Gebirgspfade ansteigt. Die Anfahrt kann je nach Witterung mehrere Stunden dauern, daher sollte man frühmorgens aufbrechen.
Ein aktives hydrothermales System erzeugt Fumarolen und Thermalquellen in der Vulkanregion, während anhaltende mikroseismische Aktivität die unterirdische Bewegung von Magma anzeigt. Messungen haben auch erhöhte Radonkonzentrationen rund um den Krater nachgewiesen.
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