Museo El Castillo, Museum für dekorative Künste in El Poblado, Kolumbien.
Museo El Castillo ist ein Museum für dekorative Kunst im Stadtteil El Poblado in Medellín, Kolumbien, untergebracht in einem Gebäude mit gotischen und französischen Elementen. Die vierzehn Säle enthalten Möbel, Gemälde, Porzellan und Kristallobjekte aus Europa sowie eine mehrsprachige Bibliothek mit ungefähr dreitausend Bänden.
Der Architekt Nel Rodríguez begann 1930 mit dem Bau dieses Palastes im mittelalterlichen gotischen Stil nach dem Vorbild der Schlösser an der Loire. Bis zum Tod des Arztes José Tobón Uribe im Jahr 1942 diente er als dessen Landhaus; dann kaufte der Industrielle Diego Echavarría Misas aus Itagüí ihn als Wohnsitz für seine Familie. 1971 stiftete seine Witwe Doña Dita das Schloss samt seiner gesamten Ausstattung nach der Entführung und Ermordung ihres Mannes und machte es so zum Museum.
Der Name des Hauses spielt auf seine hohen Türme und die mittelalterlich anmutende Architektur an, die sich über den Bäumen des Parks erheben. Familien und Schulklassen besuchen die Räume oft an Wochenenden, um die europäischen Kunstwerke und die gepflegten Gärten zu erkunden.
Das Museum öffnet werktags von neun bis siebzehn Uhr und an Wochenenden von zehn bis siebzehn Uhr, mit deutschsprachigen oder spanischsprachigen Führungen nach Verfügbarkeit. Die Gärten rund um das Gebäude eignen sich zum Spazieren und Ausruhen vor oder nach dem Rundgang.
Das Museum nutzt das frühere Landhaus des Arztes José Tobón Uribe, der die Pläne aus Frankreich hatte kommen lassen; nach seinem Tod 1942 kaufte es der Industrielle Diego Echavarría Misas. Seine Frau Benedikta zur Saiden Akl, genannt Doña Dita, stiftete das Schloss samt seiner gesamten Ausstattung nach der Entführung und Ermordung ihres Mannes; 1971 wurde es zum Museum.
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