Sumapaz Paramo, Alpines Ökosystem in der Ostkordillere, Kolumbien
Sumapaz Paramo ist eine Hochlandregion in der Cordillera Oriental im Osten Kolumbiens und erstreckt sich über ein weites Gebiet mit Seen vulkanischen Ursprungs und dichten Polsterpflanzen. Das Gelände steigt sanft an und öffnet sich immer wieder zu flachen Mulden in denen sich Feuchtgebiete und Wasserläufe sammeln.
Botaniker Jose Celestino Mutis versuchte 1783 eine Expedition durch das Gebiet zu führen musste aber wegen der rauen Bedingungen umkehren. In späteren Jahrzehnten dienten Teile der Region als Rückzugsgebiet für bewaffnete Gruppen während der kolumbianischen Konflikte.
Der Name Sumapaz stammt aus der Muisca-Sprache und bedeutet Vater des Wassers, eine Bezeichnung die sich auf die vielen Bäche und Quellen bezieht. Bis heute wandern vereinzelte Gruppen hierher um an traditionellen Orten kurz innezuhalten und der Landschaft ihre Verbundenheit zu zeigen.
Warme und wasserdichte Kleidung ist notwendig weil Regen und Nebel schnell aufziehen und die Luftfeuchtigkeit durchgehend hoch bleibt. Der Zugang erfolgt über unbefestigte Wege die bei Nässe rutschig werden und festes Schuhwerk erfordern.
Der Boden enthält hohe Anteile an Natrium und Kalium was nur spezialisierte Pflanzenarten wachsen lässt die mit niedrigem organischen Gehalt zurechtkommen. Einige dieser Pflanzen können Wasser bis zum Zehnfachen ihres eigenen Gewichts speichern um lange Trockenperioden zu überstehen.
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