Comuna 13, Stadtbezirk in Medellín, Kolumbien
Commune 13 San Javier ist ein Stadtbezirk am Berghang von Medellín in Kolumbien, der durch ein System aus Treppen, Rolltreppen und Seilbahnstationen erschlossen ist. Die dicht bebauten Wohnhäuser erstrecken sich über mehrere Höhenstufen und beherbergen etwa 160.000 Menschen.
Die Ansiedlung entstand ab 1946, als vertriebene Familien eine Wohngenossenschaft gründeten und sich auf dem Gelände einer ehemaligen Landwirtschaftszone namens Las Granjas niederließen. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Viertel durch Zuwanderung stetig an und entwickelte sich zu einem dicht bewohnten Gebiet am Stadtrand.
Die Straßenkunst verwandelt Häuserwände in großflächige Gemälde, die Geschichten aus dem Viertel erzählen und von Bewohnern selbst gestaltet werden. Hip-Hop-Tänzer und Musiker treten regelmäßig auf öffentlichen Plätzen entlang der Treppen auf und machen die Straßen zu einem lebendigen Ort der Begegnung.
Die Freiluftseilbahn und die Rolltreppensysteme sind frei zugänglich und verkürzen den Aufstieg durch das steile Gelände erheblich. Am besten besucht man das Viertel tagsüber bei gutem Wetter, da die Wege bei Regen rutschig werden können.
Ehemalige Bewohner führen Besucher persönlich durch die engen Gassen und berichten aus ihrer eigenen Erfahrung vom Wandel des Ortes in den letzten Jahren. Diese Rundgänge bieten einen direkten Einblick in das Alltagsleben und die Veränderungen, die viele Familien hier miterlebt haben.
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