Nicaraguasee, Süßwassersee im Südwesten Nicaraguas
Der Nicaragua-See erstreckt sich über mehr als 8000 Quadratkilometer und ist damit das größte Süßwassergewässer in Mittelamerika. Seine Ufer reichen von vulkanischen Inseln bis zu flachen Ebenen, wo kleine Städte und Fischerdörfer das Wasser säumen.
Karibische Piraten griffen wiederholt Granada an, eine Stadt am nordwestlichen Ufer, was zum Bau von Schutzbefestigungen entlang des San-Juan-Flusses führte. Diese Angriffe prägten die militärische Architektur der Region während der Kolonialzeit.
Die einheimischen Völker nannten dieses Gewässer Cocibolca, während spanische Eroberer es Mar Dulce tauften – beide Namen bedeuten süßes Meer in ihren jeweiligen Sprachen. Fischer verlassen sich noch heute auf seine Gewässer, und kleine Boote verbinden die Ortschaften entlang der Ufer miteinander.
Mehrere Uferorte bieten Zugang zum Wasser, wobei Boote und Fähren die wichtigsten Verkehrsmittel zwischen den Gemeinden sind. Die ruhigeren Bedingungen am Morgen eignen sich besser für Bootsfahrten und Tierbeobachtungen entlang der Küste.
Bullenhaie wandern aus dem Karibischen Meer über den San-Juan-Fluss in dieses Süßwassergewässer und gehören damit zu den wenigen Haien, die in beiden Umgebungen leben können. Ihr Vorkommen macht diesen See zu einem der ungewöhnlichsten Süßwassersysteme der Welt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.