Serranilla Bank, Korallenriff und versunkene Bank in der westlichen Karibik, Kolumbien
Serranilla Bank ist ein Korallenriff und eine versunkene Sandbank im westlichen Karibischen Meer vor der Küste von Nicaragua und Kolumbien. Über tausend Quadratkilometer liegen unter Wasser, während drei winzige Sandinselchen und zwei Felsen an der Oberfläche sichtbar bleiben.
Das Riff tauchte 1510 zum ersten Mal auf spanischen Seekarten auf und wurde später von mehreren karibischen Staaten beansprucht. Die Streitigkeiten dauerten über Jahrhunderte an, bis ein internationales Gericht 2012 eine Teilung der Seegebiete zwischen Kolumbien und Nicaragua festlegte.
Kolumbianische Marinesoldaten wohnen auf Beacon Cay in geplanten Rotationen und kümmern sich um Navigationshilfen für die Schifffahrt. Die kleine Besatzung hält die Leuchtfeuer und Funkgeräte am Laufen, die Schiffen bei der Orientierung in dieser abgelegenen Ecke der Karibik helfen.
Der Zugang erfordert spezialisierte nautische Ausrüstung und ausgeprägte Navigationsfähigkeiten, da der Ort über 350 Kilometer nordöstlich von Nicaragua liegt. Strömungen und Unterwasserformationen machen Annäherungen riskant, sodass nur erfahrene Seeleute eine Fahrt dorthin planen sollten.
Ein Reisender sichtete hier 1952 zum letzten Mal die Karibische Mönchsrobbe, bevor diese Art ausstarb. Wissenschaftler glauben, dass die Robben in den seichten Riffen ruhten, bis Überfischung und Jagd sie verschwinden ließen.
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