Freistaat Cartagena, Unabhängige Republik in Cartagena de Indias, Kolumbien.
Der Freistaat Cartagena war ein kurzlebiges unabhängiges Territorium an der karibischen Küste des heutigen Kolumbien, das seinen Verwaltungsmittelpunkt in Cartagena de Indias hatte. Das Gebiet umfasste die Küstenregion rund um die Bucht von Cartagena und stützte sich auf ein Netz von Befestigungsanlagen, um seine Grenzen zu sichern.
Am 11. November 1811 erklärte das Territorium seine Unabhängigkeit von Spanien und war damit die erste Region des heutigen Kolumbien, die diesen Schritt wagte. Diese Unabhängigkeit endete im Dezember 1815, als spanische Truppen die Region nach einer langen Belagerung zurückeroberten.
Die Bewegung, die zur Unabhängigkeit führte, vereinte Menschen aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten, darunter freie Schwarze, Händler und Handwerker. Ihre gemeinsame Mobilisierung war in der Region damals ungewöhnlich und hinterließ Spuren, die in den Vierteln von Cartagena de Indias noch heute spürbar sind.
Das Gebiet des ehemaligen Staates lässt sich heute vor allem in und um Cartagena de Indias erkunden, wo viele der alten Befestigungsanlagen noch stehen. Ein Besuch zu Fuß in der Altstadt und an der Küste vermittelt einen guten Eindruck von der geografischen Lage des Territoriums.
Während der kurzen Unabhängigkeit prägte das Territorium eine eigene Währung und erließ eine der ersten Verfassungen der Region. Diese Verfassung enthielt bereits Bestimmungen, die weit über das hinausgingen, was zur gleichen Zeit in anderen Teilen Südamerikas diskutiert wurde.
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