Convento de Santo Domingo, Cartagena, Dominikanerkloster am Plaza Santo Domingo, Cartagena, Kolumbien.
Das Convento de Santo Domingo ist ein mehrstöckiges Steingebäude im Herzen der Altstadt von Cartagena de Indias, Kolumbien. Es gruppiert sich um einen zentralen Innenhof mit breiten, überwölbten Gängen und dicken Mauern, die für das koloniale Bauen typisch sind.
Der Bau begann in der Mitte des 16. Jahrhunderts und zog sich über mehr als ein Jahrhundert hin, unterbrochen durch Brände, Angriffe und Ressourcenmangel. Trotz dieser Rückschläge wurde das Gebäude schließlich zu einer der dauerhaftesten religiösen Strukturen der kolonialen Karibikküste.
Das Konvent war ein wichtiges Lehrzentrum in Neugranada und bot Unterricht in Philosophie und Theologie an, während es die regionale Missionierung unterstützte.
Das Gebäude liegt im alten Viertel von Cartagena und ist von der Plaza Santo Domingo aus leicht zu Fuß zu erreichen. Die Treppen und Gänge sind eng, daher sollte man für die Erkundung mehrerer Etagen etwas Kondition mitbringen.
Bei Restaurierungsarbeiten wurden unter dem Gebäude mehrere Grabkammern entdeckt, darunter das Grab des spanischen Admirals Blas de Lezo. Diese unterirdischen Räume sind selten für die Öffentlichkeit sichtbar, machen aber das Gebäude zu einem der wenigen Orte in der Stadt, an dem koloniale Bestattungspraktiken noch direkt spürbar sind.
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