Sierra Nevada de Santa Marta, Gebirgskette im Norden Kolumbiens.
Die Sierra Nevada de Santa Marta ist ein Gebirgsmassiv an der Karibikküste Kolumbiens, dessen Gipfel weniger als 50 Kilometer vom Meer entfernt fast 5.800 Meter hoch aufragen. Die Berge erstrecken sich über drei Departamentos und bilden das höchste Küstengebirge der Erde.
Die spanischen Eroberer erreichten das Gebirge im frühen 16. Jahrhundert und gründeten bald darauf Santa Marta als erste dauerhafte europäische Siedlung auf dem südamerikanischen Festland. Die indigenen Bewohner zogen sich in höhere Lagen zurück, um ihre Lebensweise und Überzeugungen zu bewahren.
Die vier indigenen Völker leben weiter in den Bergen und betreuen heilige Orte, die Besucher oft nicht zu Gesicht bekommen. Ihre Siedlungen mit runden Hütten und terrassierten Feldern zeigen eine Lebensweise, die sich über Jahrhunderte kaum verändert hat.
Wanderungen sind am besten in der Trockenzeit zwischen Dezember und März zu planen, wenn die Wege begehbar und die Sicht klar ist. Reisende sollten auf mehrere Klimazonen vorbereitet sein, da die Temperatur von der Küstenhitze bis zu Frost in den höchsten Lagen reicht.
Das Gebirge beherbergt alle Klimazonen der Erde auf kleinstem Raum, vom tropischen Regenwald bis zu Gletschern, die noch immer die höchsten Gipfel bedecken. Archäologische Fundstätten mit steinernen Terrassen und Treppen aus vorkolumbischer Zeit liegen versteckt im Wald und zeugen von einer hochentwickelten Zivilisation.
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