Cuicuilco, Archäologische Stätte in Tlalpan, Mexiko-Stadt.
Cuicuilco ist eine archäologische Stätte im Stadtteil Tlalpan in Mexiko-Stadt, wo eine große runde Pyramide aus gestuften Steinterrassen die zentrale Struktur bildet. Die Pyramide steht inmitten einer weitläufigen Ebene, teilweise umgeben von gehärteter Lava, die einst über das Gelände floss und bestimmte Bereiche versiegelte.
Cuicuilco entstand um 800 v. Chr. als Bauerndorf und wurde zu einem regionalen Stadtzentrum mit schätzungsweise 20.000 Einwohnern. Seine große Pyramidenbasis wurde zwischen 800 und 600 v. Chr. errichtet. Der Vulkan Xitle brach zwischen 245 und 315 n. Chr. aus und begrub die Stadt unter Lava; die Bevölkerung zerstreute sich, und Teotihuacán übernahm später die Führung im Hochland.
Die Anlage wurde nach ihrer Wiederentdeckung mehrfach restauriert, wobei Archäologen Spuren von Opfergaben und rituellen Objekten freilegten, die noch heute an ausgewählten Stellen sichtbar sind. Besucher können nachvollziehen, wie diese frühe Gesellschaft ihre Zeremonien im Freien abhielt, direkt an den Terrassen der Pyramide, wo sich Menschen versammelten und den Himmel beobachteten.
Das Gelände ist größtenteils offen und eben, sodass Besucher die Pyramide aus verschiedenen Winkeln betrachten können, während ein kleines Museum in der Nähe Funde aus Grabungen zeigt. Die meisten Wege sind leicht begehbar, und Schatten ist in einigen Bereichen rar, daher ist Sonnenschutz ratsam.
Die runde Form der Pyramide unterscheidet sich deutlich von den rechteckigen Strukturen späterer mesoamerikanischer Kulturen, was auf eigenständige Bautraditionen hinweist. Teile der ursprünglichen Oberfläche sind noch unter der Lavaschicht erhalten, was Forschern hilft, die Lebensweise vor der Katastrophe zu rekonstruieren.
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