San Andrés Mixquic, Stadt im mexikanischen Hauptstadtdistrikt
San Andrés Mixquic ist eine Ortschaft im Stadtbezirk Tláhuac im Südosten von Mexiko-Stadt, die trotz ihrer Lage innerhalb der Metropole einen ausgesprochen ländlichen Charakter hat. Die Straßen sind schmal, die Gebäude häufig aus altem Stein, und in der Umgebung sind noch funktionierende Chinampas, traditionelle schwimmende Gemüsegärten, zu sehen.
Die Siedlung geht auf die Zeit vor der spanischen Kolonisierung zurück und befand sich damals auf einer Insel im Lago Chalco, wo die Bewohner auf Chinampas Landwirtschaft betrieben. Im 19. Jahrhundert wurde der See trockengelegt, was die Landschaft grundlegend veränderte und die Insel zu festem Land werden ließ.
San Andrés Mixquic ist vor allem für sein Totenbrauchtum bekannt, das jedes Jahr in der Nacht vom 1. auf den 2. November am deutlichsten sichtbar wird. Die Bewohner schmücken die Gräber des Friedhofs mit Ringelblumen, Kerzen und Speisen, sodass der Ort in ein Meer aus Licht und Farbe getaucht wird.
Der Ort lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die engen Gassen und kleinen Plätze nur langsam durchwandert werden können. Wer rund um den 2. November reist, sollte früh ankommen, da die Feierlichkeiten zum Día de Muertos viele Besucher aus der Umgebung anziehen.
Der Name Mixquic stammt aus dem Nahuatl und bedeutet so viel wie "Ort der Mesquite-Bäume", was auf die frühere Vegetation der Region hinweist. Im Kirchenkomplex des Ortes sind Steinreliefs aus der Zeit vor der Kolonialisierung erhalten, die Symbole der aztekischen Dualität von Leben und Tod zeigen.
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