Paracho de Verduzco, Gitarrenbau-Zentrum in Michoacán, Mexiko
Paracho de Verduzco ist ein Ort in Michoacán, Mexiko, der auf 2.228 Metern Höhe liegt und sich dem Bau traditioneller Saiteninstrumente widmet. In den Werkstätten, die sich überall in der Stadt verteilen, entstehen Gitarren und verschiedene andere Instrumente nach handwerklichen Methoden.
Im 16. Jahrhundert brachte der spanische Eroberer Vasco de Quiroga die Gitarrenherstellung in diese Region, angezogen durch die reichen Kiefernwälder der Gegend. Das Handwerk etablierte sich fest und wurde über Generationen weitergegeben, bis es zur Identität des Ortes wurde.
Der Name der Stadt stammt von einem lokalen Anführer aus der Kolonialzeit, und die Gitarrenbauwerkstätten prägen das tägliche Leben mit Handwerk, das auf den Straßen sichtbar ist. Besucher sehen Handwerker bei der Arbeit und hören die Klänge von Instrumenten, die überall in der Gemeinde gebaut werden.
Der Ort ist über asphaltierte Straßen erreichbar und liegt etwa eine Stunde von Uruapan und zwei Stunden von Morelia, der Hauptstadt des Staates, entfernt. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da die Bergstraßen steil sein können und das Klima in dieser Höhe kühl ist.
Lokale Handwerker stellen zehnhalsige Mandolinen, Gitarren mit Rückseite aus Gürteltier-Panzer, Vihuelas und Guitarrones her – Instrumente, die man sonst kaum findet. Diese speziellen Bauarten zeigen, wie erfinderisch die lokale Tradition ist.
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