Tzintzuntzan, Archäologische Stätte am Pátzcuaro-See, Mexiko.
Tzintzuntzan ist eine präkolumbische archäologische Stätte in Michoacán am Ufer des Lago de Pátzcuaro. Auf einer künstlichen Terrasse stehen fünf runde Stufenbauten aus Vulkanstein, die man Yacatas nennt und die sich zur Wasserfläche hin orientieren.
Die P'urhépecha machten den Ort um 1450 zur Hauptstadt ihres Reichs und bauten die Zeremonialplattform auf dem Hang des Yahuarato. Nach der Ankunft der Spanier 1521 verlor die Siedlung ihre politische Rolle und wurde zu einem christlichen Dorf umgestaltet.
Der Name bedeutet in der P'urhépecha-Sprache Ort der Kolibris und verweist auf die religiöse Bedeutung dieser Vögel für das Reich. Besucher sehen heute noch die Reste der großen Zeremonialhalle, in der sich früher das rituelle Leben abspielte.
Die Anlage liegt rund 20 Minuten Fahrt von Pátzcuaro entfernt und ist täglich von 9 bis 18 Uhr zugänglich. Ein kleines Museum am Eingang zeigt Fundstücke und Informationen zur Bauweise der Konstruktionen.
Die Steinplatten der Yacatas tragen eingeritzte Muster mit Spiralen und Kreisen, die man nur aus der Nähe deutlich erkennt. Diese Symbole gehören zur visuellen Sprache der P'urhépecha-Kultur und finden sich an wenigen anderen Orten.
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