Naachtun, Maya-Ausgrabungsstätte in Petén, Guatemala
Naachtun ist eine Maya-Ausgrabungsstätte tief im Dschungel des Petén-Departements, nahe der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala. Die Ruinen bestehen aus drei Hauptgruppen mit Pyramidentempeln, einer Akropolis, zwei Ballspielplätzen und Wohngebäuden, die durch gepflasterte Kalksteinwege miteinander verbunden sind.
Naachtun wurde 1922 von dem Archäologen Sylvanus Morley erstmals dokumentiert und war während der Klassischen Periode ein Bindeglied zwischen den mächtigen Maya-Städten Tikal und Calakmul. Die Stätte war bereits in der späten Vorklassik bewohnt und blieb lange in Betrieb, auch als viele Zentren im Mirador-Becken aufgegeben wurden.
Die Steinstelen von Naachtun zeigen Szenen aus dem Leben der Maya, darunter Herrscher, Rituale und Verbindungen zu anderen Städten. Wer die Stätte besucht, kann direkt vor den Skulpturen stehen und die Gravuren aus nächster Nähe betrachten.
Die Stätte liegt weit abseits der Hauptrouten und ist nur mit einem Geländefahrzeug und guter Vorbereitung erreichbar. Es empfiehlt sich, mit erfahrenen Führern zu reisen und robuste Ausrüstung für feuchten Dschungel mitzubringen.
Für eine Stadt seiner Größe wurden hier rund 45 beschriftete Steinplatten gefunden, was außergewöhnlich viele sind. Diese Konzentration macht Naachtun zu einem der wichtigsten Orte für die Erforschung der politischen Netzwerke der klassischen Maya.
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