Desire Projects, human settlement in New Orleans, Louisiana, United States of America
Die Desire Projects sind eine ehemalige öffentliche Wohnsiedlung im Upper Ninth Ward von New Orleans, die aus mehr als 260 Backsteingebäuden bestand und zu ihrer Zeit eine der größten Sozialbauprojekte der Vereinigten Staaten war. Das Gelände war auf allen Seiten von Kanälen, Eisenbahnlinien und Zäunen umgeben und bildete so ein klar abgegrenztes Quartier mit Tausenden von Wohneinheiten.
Die Desire Projects wurden ab 1949 gebaut und 1956 eröffnet, um afroamerikanische Bewohner unterzubringen, die aus anderen Stadtteilen New Orleans verdrängt worden waren. In den 1990er Jahren begann der Abriss der alten Gebäude, ein Prozess, der durch den Hurrikan Katrina im Jahr 2005 unterbrochen wurde und schließlich zur Entstehung eines gemischten Wohngebiets führte.
Die Desire Projects waren hauptsächlich von afroamerikanischen Familien bewohnt, die aus anderen Stadtteilen New Orleans verdrängt worden waren. Obwohl das Viertel durch Kanäle und Bahnstrecken von der übrigen Stadt abgeschnitten war, entstand dort ein lebhaftes Gemeinschaftsleben mit eigenen Geschäften, Kirchen und Schulen.
Das ehemalige Gelände der Desire Projects befindet sich heute im Wandel, mit neuen Wohngebäuden neben noch nicht erschlossenen Flächen. Wer das Viertel besucht, sollte sich Zeit nehmen, da das Straßennetz unübersichtlich sein kann und manche Bereiche noch im Umbau sind.
In den 1970er Jahren unterhielt ein Ortsverband der Black Panther Party in der Siedlung ein Gratismahlzeitenprogramm für Kinder und Jugendliche. Die Präsenz der Panther brachte dem Viertel landesweit Aufmerksamkeit und verwandelte es vorübergehend in einen Bezugspunkt für Bürgerrechtsbewegungen.
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