LIGO, Astronomisches Interferometer in Hanford Site, Washington, Vereinigte Staaten
Die Einrichtung nutzt zwei rechtwinklige Arme, jeder etwa 4 Kilometer (2,5 Meilen) lang, die in einem L geformt sind und in denen ein Laserstrahl hin und her reflektiert wird. Jeder Arm besteht aus einem langen Rohr, das von jeglicher Luft befreit wurde, damit das Licht ohne Störung reisen kann und winzige Änderungen in der Länge gemessen werden können.
Der Standort nahm 1999 Gestalt an, als die Tunnel in der kargen Landschaft nahe der Nuklearanlage Hanford errichtet wurden. Im September 2015 gelang der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen, die durch die Verschmelzung zweier schwarzer Löcher vor langer Zeit ausgelöst wurden.
Der Name verweist auf eine wissenschaftliche Methode, bei der Laserlicht durch zwei rechtwinklige Tunnel geschickt wird, um winzige Veränderungen im Raum selbst zu messen. Forscher und Techniker verbringen viele Monate damit, jedes Detail der Installation zu überprüfen, damit selbst kleinste Störungen, etwa ein vorbeifahrender Lastwagen, erkannt und herausgefiltert werden können.
Die Anlage liegt im trockenen Südosten des Bundesstaats Washington, umgeben von Steppe und landwirtschaftlichen Flächen. Besucher können oft nur nach vorheriger Absprache Zugang erhalten, da die Arbeit empfindlich auf jede Erschütterung reagiert.
Die beiden langen Röhren können sich durch Erdbeben, Zugunruhe oder sogar durch Wellen im fernen Ozean um winzige Bruchteile ihrer Länge verändern. Forscher haben gelernt, diese lokalen Bewegungen von den viel schwächeren Signalen zu unterscheiden, die aus den Tiefen des Universums kommen.
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