Poverty Point, Archäologische Stätte in West Carroll Parish, Louisiana, USA
Poverty Point ist eine archäologische Stätte im West Carroll Parish im Bundesstaat Louisiana, bestehend aus sechs halbkreisförmig angeordneten Erdwällen und mehreren Hügeln auf einer Fläche von rund 368 Hektar. Die Anlage zeigt ein durchdachtes Muster mit Öffnungen nach Osten, das auf eine geplante Siedlungsstruktur hinweist.
Die Stätte entstand zwischen 1700 und 1100 v. Chr., als Gemeinschaften ohne Metallwerkzeuge oder Lasttiere rund 1,5 Millionen Kubikmeter Erde bewegten. Gegen 1100 v. Chr. verließen die Bewohner die Anlage aus unbekannten Gründen, und die Siedlung wurde nie wieder genutzt.
Der Name bezieht sich auf eine Plantage aus dem 19. Jahrhundert, die später auf dem Gelände entstand und nichts mit den ursprünglichen Erbauern zu tun hat. Heute kommen Besucher aus der Region, um die erhaltenen Erdwälle zu sehen und mehr über die frühen Bewohner des Mississippi-Tals zu erfahren.
Das Gelände kann täglich zwischen 9 und 17 Uhr besichtigt werden, mit geführten Rundgängen und Straßenbahnfahrten durch die Anlage. Der Eintritt kostet 4 Dollar pro Person, und bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da einige Wege über unebenes Gelände führen.
Der größte Hügel erreicht eine Höhe von 22 Metern (72 Fuß) und eine Breite von 215 Metern (705 Fuß), und Untersuchungen deuten darauf hin, dass er in nur drei Monaten errichtet wurde. Archäologen fanden außerdem Tausende kleiner gebrannter Lehmkugeln, die vermutlich als Kochsteine dienten und die Abwesenheit von Keramik in dieser Zeit belegen.
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