Cristo Obrero y Nuestra Señora de Lourdes, Estación Atlántida, Kirchengebäude in Estación Atlántida, Uruguay.
Cristo Obrero y Nuestra Señora de Lourdes ist ein einziger rechteckiger Saal von 16 auf 30 Metern, ganz aus Sichtziegel und Stahlbewehrung gebaut, mit 7 Meter hohen, konoiden Seitenwänden, die in wellenförmigen Kurven aufsteigen und ein Dach aus verstärkten keramischen Gausstonnen tragen. Rechts der Fassade steht ein zylindrischer, durchbrochener Ziegelglockenturm von etwa 3 Metern Durchmesser, und links auf dem Vorplatz führt ein dreieckig-prismatischer Eingang hinab zu einer unterirdischen Baptisterium, das ein zentrales Oculus erhellt.
Der Ingenieur Eladio Dieste entwarf und baute dieses Kirchengebäude zwischen 1958 und 1960 mit innovativen Techniken und einfachen Materialien. Das Werk wurde 2021 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen und würdigte damit seinen Beitrag zur modernen Architektur Lateinamerikas.
Die Kirche wurde für die ständige Arbeiter- und Bauernbevölkerung von Estación Atlántida gebaut, nicht für den saisonalen Badeort; Dieste beschrieb den Ort als Dorf von Arbeitern und Bauern, die den Badeort mit Salat, Maurern und Dienstmädchen versorgen. Der Name verbindet Christus den Arbeiter mit Unserer Lieben Frau von Lourdes; 1998 wurde in Torrejón de Ardoz in Spanien eine maßstabsgetreue Nachbildung eingeweiht.
Die Kirche liegt am Kilometer 164 der Ruta 11 in Estación Atlántida. Der Glockenturm steht etwa 8 Meter von einer Seitenwand entfernt, etwas hinter der Fassade; die unterirdische Baptisterium erreicht man über einen dreieckigen prismatischen Eingang links vom Vorplatz, der durch ein zentrales Oculus belichtet wird. Das Schiff misst 16 auf 30 Meter, für den Rundgang sollte man Zeit einplanen.
Der Ingenieur verwendete verstärkte Keramiktechnik, um die Ziegelmauern zu bauen, was es ihm ermöglichte, geschwungene Formen zu schaffen, die normalerweise schwer zu realisieren sind. Diese Methode war damals ungewöhnlich und machte das Gebäude zu einem Pionier in der Verwendung solcher Techniken in Lateinamerika.
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