Fernando de Noronha, Vulkanarchipel in Pernambuco, Brasilien
Fernando de Noronha ist ein Archipel vulkanischen Ursprungs vor der Nordostküste Brasiliens im Bundesstaat Pernambuco, bestehend aus einer Hauptinsel und zwanzig kleineren unbewohnten Inseln. Die Hauptinsel zeigt steile Klippen aus dunklem Vulkangestein, Sandstrände mit feinem hellem Sand und flache Gezeitenbecken, die bei Ebbe sichtbar werden.
Portugiesische Seefahrer erreichten die Inseln im Jahr 1503 während einer Expedition unter Gonçalo Coelho, an der auch Amerigo Vespucci teilnahm. Die Inseln dienten später als Gefängnis und militärischer Stützpunkt, bevor sie 1988 zum Nationalpark erklärt wurden.
Die Einheimischen nennen das Archipel oft einfach "Noronha" und leben nach strengen Regeln zum Schutz der Natur, die jeden Teil des Alltags prägen. Besucher bemerken schnell, wie die Bewohner ihre Häuser und Boote so gestalten, dass sie möglichst wenig Spuren in der Landschaft hinterlassen.
Flüge von Recife oder Natal bringen Reisende zur Insel, wobei bei der Ankunft eine Umweltgebühr zu entrichten ist. Die Anzahl der täglichen Besucher ist begrenzt, daher empfiehlt sich eine Buchung mehrere Wochen im Voraus, besonders in der Trockenzeit von August bis Februar.
Die Gewässer rund um das Archipel beherbergen die größte Population standorttreuer Delfine Brasiliens, besonders zahlreich in der Baía dos Golfinhos. Taucher berichten, dass die Tiere oft neugierig auf Menschen zugehen und sie für mehrere Minuten begleiten.
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