Erromango, Vulkaninsel in der Provinz Tafea, Vanuatu
Erromango ist eine Insel vulkanischen Ursprungs in der Provinz Tafea, die zur Inselrepublik Vanuatu im südwestlichen Pazifik gehört. Die Landschaft zeigt im östlichen Teil dichten immergrünen Wald, während im Nordwesten offene Grasflächen vorherrschen, die sich bis zur felsigen Küste erstrecken.
Die ersten Siedler kamen vor etwa 3000 Jahren aus der Lapita-Kultur und brachten Ackerbau sowie handwerkliche Fertigkeiten mit. Nach der Ankunft europäischer Seefahrer im 18. Jahrhundert kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die das Leben auf der Insel für Jahrzehnte prägten.
Der Name leitet sich vom Wort Nelocompne ab, mit dem die Bewohner ihre Heimat bezeichnen. Auf den Dörfern entlang der Küste sprechen die Menschen heute noch mehrere eng verwandte Sprachen, die zur melanesischen Familie gehören und im täglichen Austausch lebendig bleiben.
Zwei kleine Landebahnen verbinden die Insel mit dem Rest des Landes: eine liegt an der Westküste in der Nähe der Dillon Bay, die andere im Osten nahe Ipota. Wer die Insel erkunden will, sollte feste Schuhe und Sonnenschutz mitbringen, da viele Wege unbefestigt sind und Schatten stellenweise fehlt.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts lieferte die Insel große Mengen duftenden Sandelholzes für den Export nach Asien. In jüngerer Zeit wurden neue private Pflanzungen angelegt, um die Tradition wieder aufleben zu lassen, auch wenn die ursprünglichen Bestände längst erschöpft sind.
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