Ninth Ward of New Orleans, Afroamerikanisches Viertel in New Orleans, Vereinigte Staaten.
Der Ninth Ward ist ein Viertel im östlichen Teil von New Orleans in den Vereinigten Staaten, das sich vom Industrial Canal über mehrere Nachbarschaften erstreckt und ein Mosaik aus Wohnhäusern, Kirchen und kleinen Läden bildet. Die Straßen verlaufen parallel zum Flussufer, während aufgeständerte Holzhäuser und neu gebaute Bungalows das Stadtbild prägen.
Das Gebiet entwickelte sich ab dem frühen 19. Jahrhundert, als Plantagen nach und nach in Wohnviertel für freie Schwarze und später befreite Sklaven umgewandelt wurden. Im Jahr 2005 durchbrachen während des Hurrikans Katrina die Deiche entlang des Industrial Canal und überschwemmten große Teile des Viertels, was zu einer jahrzehntelangen Wiederaufbauphase führte.
Das Viertel trägt seinen Namen nach seiner Position im ursprünglichen neun Bezirke umfassenden Stadtplan und bleibt ein Zentrum afroamerikanischer Kultur mit kleinen Läden, die hausgemachte Gerichte und Pralines verkaufen. Viele Bewohner pflegen Gärten vor ihren Häusern und treffen sich auf den Veranden, wo Gespräche und Musik den Alltag prägen.
Organisierte Rundgänge durch lokale Initiativen bieten Einblicke in den Wiederaufbau und führen durch bewohnte Straßen, in denen man mit Anwohnern ins Gespräch kommen kann. Die Wege sind flach und überschaubar, allerdings gibt es wenige schattige Abschnitte, weshalb sich ein Besuch am Vormittag oder späten Nachmittag empfiehlt.
Ein Netz von über hundert bunten Häusern, gebaut durch die Make It Right Foundation nach dem Hurrikan, zeigt moderne Holzbauweisen mit Solarpaneelen und bunten Fassaden, die sich vom traditionellen Bild der Stadt abheben. Diese Projekte dienten als Testfeld für energieeffizientes Bauen in heißen, feuchten Klimazonen.
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