Port Royal, Ehemaliges Seefahrtssiedlung im Süden Jamaikas.
Port Royal erstreckt sich entlang eines natürlichen Hafens am Ende einer Landzunge zwischen Kingston Harbor und der Karibik. Der Ort besteht heute aus verstreuten Überresten von Gebäuden, archäologischen Stätten und dem erhaltenen Fort Charles, das einen Überblick über das Wasser und die umgebende Küste bietet.
Die britische Siedlung entstand in den 1650er Jahren als Hauptmarine-basis der Karibik, nachdem England Jamaika den Spaniern weggenommen hatte. Die Entwicklung zur wohlhabendsten Stadt der Region wurde 1692 jäh unterbrochen, als ein Erdbeben einen großen Teil des Ortes unter Wasser drückte.
Der Ort war im 17. Jahrhundert ein lebhafter Handelsplatz, an dem Seeleute, Kaufleute und Soldaten zusammenkamen und die Küche sowie die Baustile verschiedener Kulturen vermischten. Heute können Besucher in den Straßenresten und erhaltenen Gebäuden wie dem Fort Charles noch Spuren dieser kosmopolitischen Vergangenheit erkennen.
Das Fort Charles und die archäologischen Stätten sind per Auto etwa 30 Minuten von Kingston entfernt zu erreichen, wobei geführte Touren verfügbar sind. Besucher sollten sonnenschutz und Wasser mitnehmen, da der Ort wenig natürlichen Schatten bietet und gut unter der Karibik-Sonne liegen kann.
Die 1692er Katastrophe drückte zwei Drittel des Ortes unter Wasser und konservierte dabei Tausende von Artefakten des 17. Jahrhunderts in einem wertvollen unterwasser Archiv. Diese einzigartige Sammlung gibt Archäologen einen ungewöhnlich vollständigen Einblick in das tägliche Leben dieser kolonialen Handelsstadt.
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