Santiago de Cuba, Kolonialstadt im Südosten Kubas.
Santiago de Cuba ist eine große Stadt in der gleichnamigen Provinz im Südosten Kubas, die sich in einem Tal der Sierra Maestra erstreckt und von einer Karibikbucht begrenzt wird. Die Festung El Morro bewacht die Einfahrt zur Bucht, während sich das Zentrum mit Kolonialbauten und engen Gassen über die sanften Hügel verteilt.
Die spanische Kolonialhauptstadt von 1522 bis 1589 diente als Ausgangspunkt für Expeditionen nach Mexiko und Florida im frühen 16. Jahrhundert. Später wurde sie zu einem wichtigen Hafen für den Handel und spielte eine zentrale Rolle in mehreren Unabhängigkeitskämpfen gegen die Kolonialmacht.
Die Stadt gilt als Geburtsort der Son-Musik, aus der sich später Salsa entwickelte, und zeigt starke afrikanische Einflüsse in ihren Traditionen und Festen. Diese musikalische Prägung ist heute noch in den Straßen und bei lokalen Veranstaltungen spürbar, wo Rhythmen und Tänze das tägliche Leben begleiten.
Die Universität von Oriente, gegründet 1947, bietet Hochschulprogramme zusammen mit mehreren Forschungszentren und medizinischen Ausbildungseinrichtungen. Viele Straßen im Zentrum sind steil und das tropische Klima sorgt für hohe Temperaturen und Feuchtigkeit das ganze Jahr über.
Das Nationale Heiligtum Virgen de la Caridad del Cobre beherbergt die erste Kathedrale Kubas aus dem Jahr 1528 und die Schutzheilige des Landes. Besucher können den Wallfahrtsort in den nahegelegenen Bergen erreichen, wo Gläubige Votivgaben und Danksagungen hinterlassen.
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