Overtown, Historisches afroamerikanisches Viertel in Miami Nord, Vereinigte Staaten.
Overtown ist ein Viertel im nördlichen Miami in den Vereinigten Staaten, das sich nordwestlich der Innenstadt zwischen mehreren Hauptstraßen erstreckt. Backsteingebäude aus den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stehen neben niedrigen modernen Wohnblöcken und kleinen Geschäften entlang breiter Straßen.
Arbeiter, die für den Eisenbahnbau Ende des 19. Jahrhunderts nach Florida kamen, gründeten die ersten Straßen dieser Siedlung nahe dem heutigen Stadtzentrum. Während der Rassentrennung wuchs das Viertel zu einem Zentrum afroamerikanischen Lebens in Südflorida, verlor aber nach den 1960er Jahren viele Bewohner durch den Bau von Autobahnen.
Das Viertel wurde früher Colored Town genannt und lag an der Hauptstraße, wo afroamerikanische Reisende in den 1920er bis 1960er Jahren Hotels und Clubs besuchten. Heute zeigen restaurierte Gebäude und öffentliche Kunstwerke entlang der Straßen das künstlerische Erbe der Gemeinde.
Tagsüber kann man durch die Hauptstraßen gehen und Wandmalereien sowie historische Fassaden betrachten, abends sind manche Bereiche weniger belebt. Eine Metrostation verbindet das Viertel mit anderen Teilen der Stadt und erleichtert die Anreise.
In den 1930er und 1940er Jahren galt eine Straße als Harlem des Südens, weil bekannte Musiker nach ihren Auftritten in Miami Beach hier übernachteten und auftraten. Ein altes Polizeigebäude erinnert daran, dass afroamerikanische Beamte damals nur in diesem Viertel arbeiten durften.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.