Alcatraz, Bundesgefängnis auf einer Insel in der Bucht von San Francisco, USA
Alcatraz Island ist eine Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco, die sich über etwa 9 Hektar erstreckt und mehrere Zellblöcke, Wachtürme, einen Leuchtturm sowie befestigte Mauern umfasst. Vom Anleger führen steile Wege und Treppen hinauf zum dreistöckigen Zellenhaus mit seinen schmalen Gängen und vergitterten Fenstern, während die exponierte Lage den Blick auf die Golden Gate Bridge und die Skyline der Stadt freigibt.
Die Insel diente ab 1850 zunächst als Militärposten und später als Militärgefängnis, bevor sie von 1934 bis 1963 zu einem Hochsicherheitsgefängnis des Bundes wurde, in dem berüchtigte Verbrecher wie Al Capone und George Kelly inhaftiert waren. Nach der Schließung wegen hoher Betriebskosten wurde das Gelände 1972 Teil der Golden Gate National Recreation Area und für die Öffentlichkeit als historische Stätte zugänglich gemacht.
Besucher kommen oft hierher, um die Geschichten berühmter Häftlinge nachzuvollziehen und die engen Zellen zu sehen, in denen sie lebten. Das Gefängnis wird weltweit als Symbol für Isolation und Bestrafung wahrgenommen, weshalb es in zahlreichen Filmen und Romanen auftaucht. Man sieht noch heute Graffiti und Wandmalereien aus der Zeit der Besetzung durch indigene Aktivisten zwischen 1969 und 1971, die an deren Protest erinnern.
Der Zugang erfolgt ausschließlich per Fähre ab Pier 33 am Fisherman's Wharf, wobei Tickets oft Wochen im Voraus ausverkauft sind. Audioführungen in mehreren Sprachen stehen täglich von 9 bis etwa 16 Uhr zur Verfügung, und wegen starker Winde sowie kühler Temperaturen ist warme Kleidung ratsam. Die Wege auf der Insel sind steil und uneben, was sie für Rollstuhlfahrer schwierig macht, und da keine Lebensmittel verkauft werden, sollte man Wasser und Snacks mitbringen.
Im Juni 1962 gelang Frank Morris und den Brüdern Anglin eine akribisch geplante Flucht, bei der sie mit selbstgebastelten Werkzeugen durch Lüftungsschächte ihrer Zellen brachen und Attrappen aus Seife und Pappmaché in ihren Betten hinterließen. Sie krochen durch Rohre, bauten ein provisorisches Floß aus Regenmänteln und setzten ins eisige Wasser über, wobei bis heute niemand weiß, ob sie die Überfahrt überlebt haben oder in der Strömung ertranken.
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