Angel Island Immigration Station, Einwanderungsverarbeitungszentrum in der San Francisco Bay, Vereinigte Staaten.
Die Angel Island Immigration Station ist eine historische Anlage auf einer Insel in der Bucht von San Francisco, die aus Verwaltungsgebäuden, Schlafsälen, einem Krankenhaus und einem Kraftwerk besteht. Die Gebäude sind in einem sachlichen Stil aus Holz und Stein errichtet und zeigen den behördlichen Charakter der Einrichtung.
Die Station wurde 1910 eröffnet und diente drei Jahrzehnte lang als Tor für Einwanderer aus Asien, die nach Kalifornien kamen. Sie schloss 1940 nach einem Brand und nach Jahren der Kritik an den harten Bedingungen.
Die chinesischen Einwanderer ritzten über 200 Gedichte in die Holzwände ihrer Schlafräume und hinterließen Verse über Heimweh, Angst und Hoffnung. Diese Inschriften sind noch heute zu sehen und bilden eine seltene direkte Stimme der Menschen, die hier Monate oder Jahre auf eine Antwort warteten.
Die Anlage ist heute ein Museum und liegt auf einer Insel, die man mit der Fähre erreicht. Der Rundgang führt durch die Schlafsäle, das Krankenhaus und die Verwaltungsräume und zeigt den Ablauf des Verfahrens.
Europäische Reisende durchliefen die Kontrollen an Bord ihres Schiffes und durften meist sofort weitergehen, während asiatische Einwanderer zur Insel gebracht wurden. Manche Menschen blieben hier Wochen oder Monate, bis ihre Papiere geprüft waren.
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