Bevatron, Teilchenbeschleuniger am Lawrence Berkeley National Laboratory, USA
Der Bevatron war ein Teilchenbeschleuniger im Lawrence Berkeley National Laboratory, der Protonen mit Hilfe eines 10.000 Tonnen schweren Eisenmagneten und eines umfangreichen Vakuumsystems auf Energien von 6,2 Milliarden Elektronenvolt beschleunigte. Die Anlage wurde später mit dem SuperHILAC zusammengeführt, um schwerere Atomkerne auf relativistische Energieniveaus zu beschleunigen.
Der Bevatron wurde in den 1950er Jahren erbaut und machte 1955 die bahnbrechende Entdeckung des Antiprotons, was zwei Wissenschaftlern 1959 den Nobelpreis für Physik einbrachte. Diese Entdeckung eröffnete neue Perspektiven auf die Struktur der Materie und die Grundkräfte des Universums.
Der Ort war Schauplatz bahnbrechender Forschungen zur Antimaterie und zu subatomaren Teilchen, die das Verständnis der Physik grundlegend veränderten. Die Arbeit hier führte zu mehreren Nobelpreisen und machte den Ort zu einem Symbol für wissenschaftliche Entdeckungen in der modernen Physik.
Die Anlage kann nur von außen besichtigt werden, da sie sich auf einem aktiven Forschungsgelände befindet und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Am besten besucht man die Website des Lawrence Berkeley National Laboratory für Informationen über Führungen und den Zugang zu anderen Teilen des Campus.
Die Kosten für den Bau 1954 betrugen 9 Millionen Dollar, während der Abriss 2012 etwa 50 Millionen Dollar kostete. Diese dramatische Kostensteigerung zeigt, wie komplex und wertvoll solche wissenschaftlichen Instrumente waren und wie aufwändig es ist, sie sicher zu zerlegen.
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