San Luis Dam, Erddamm im Merced County, Vereinigte Staaten
Der San Luis Dam ist ein Erddamm im Merced County in Kalifornien, der den San Luis Reservoir bildet, einen der größten Speicher außerhalb des Flusslaufs in den Vereinigten Staaten. Der Damm liegt zwischen sanften Hügeln und ist Teil eines größeren Systems, das Wasser aus dem Sacramento-San Joaquín-Delta aufnimmt und speichert.
Das vom Stausee überflutete Tal war Land der Yokuts und später Teil des Rancho San Luis Gonzaga. Das federal Bureau of Reclamation prüfte ab 1955 einen großen Speichersee, während auch das staatliche Wasserprojekt einen Speicher außerhalb des Flussbetts brauchte; der Staat bot eine gemeinsame Anlage an. Der zwischen 1963 und 1968 errichtete Damm wurde 1969 erstmals gefüllt.
Das Tal, das der Stausee heute überflutet, war Land der Yokuts und später Teil des Rancho San Luis Gonzaga, wo kleinbäuerliche Landwirtschaft von Grundwasser und Kanälen des San Joaquin River abhing. Damm und Stausee sind vom Romero Overlook Visitors Center an der Highway 152 über den Pacheco Pass aus zu sehen.
Die Umgebung des Staudamms ist über den Highway 152 gut erreichbar und bietet Aussichtspunkte, von denen aus man den Stausee und die umliegenden Hügel überblicken kann. Der Wind kann hier stark sein, besonders nachmittags, daher empfiehlt sich ein früher Besuch.
Der Stausee überflutete das frühere Tal der Rancho San Luis Gonzaga und verdrängte die dort lebenden Yokuts. Das nach dem Ingenieur William R. Gianelli benannte Kraftwerk hat acht reversible Francis-Turbinen: Es pumpt Wasser mit 376 MW bergauf und erzeugt beim Ablassen bis zu 424 MW, wobei nur rund 70 Prozent der Energie zurückgewonnen werden.
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