Bainbridge Island Japanese American Exclusion Memorial, Nationales Denkmal auf Bainbridge Island, Washington, Vereinigte Staaten
Das Bainbridge Island Japanese American Exclusion Memorial ist eine Freiluftausstellung am Südufer von Eagle Harbor, gegenüber von Winslow. Herzstück ist eine geschwungene Mauer aus rauen grauen, braunen und beigen Steinen mit einem dunklen Mittelpfeiler, der eine Metallinschrift trägt, und drei Steinbänken am Fuß. Davor steht ein großer roh behauener Stein mit flacher Oberseite; in der Nähe befindet sich ein Holzpavillon mit steilem Satteldach und sechs Pfosten.
Bainbridge Island war der erste Ort in den USA, an dem Japanisch-Amerikaner gemäß der Direktive 9066 ihre Häuser verlassen mussten. Diese Massenvertreibung markierte den Beginn eines nationalen Umsiedlungsprogramms, das Zehntausende weitere Familien während des Zweiten Weltkriegs betraf.
Der Ort dient als Gedenkstätte für die japanisch-amerikanische Gemeinde und zeigt durch seine Gestaltung die menschliche Dimension dieser historischen Ungerechtigkeit. Besucher können hier die Namen und persönlichen Geschichten der Vertriebenen lesen und verstehen, wie diese Ereignisse einzelne Familien betrafen.
Das Memorial ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für Besucher zugänglich und befindet sich an einem ruhigen Ort am Wasser. Der Ort kann leicht zu Fuß erkundet werden, und geführte Touren sind über das Bainbridge Island Historical Museum erhältlich.
Die Gedenkstätte gehört verwaltungstechnisch zum Minidoka National Historic Site in Idaho, liegt aber im Bundesstaat Washington. Ihr Leitspruch Nidoto Nai Yoni bedeutet „Damit es nicht wieder geschieht“. Die Geschichtswand entwarf der Architekt Johnpaul Jones, der ringsum einheimische Schwertfarne, Mahonien, Salal und Küstenkiefern pflanzen ließ.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.785 Mitwirkenden weltweit.