Alaskan Way Viaduct, Hochstraße im Zentrum von Seattle, Vereinigte Staaten
Der Alaskan Way Viaduct war eine zweistöckige Hochstraße aus Beton, die sich über 3,5 Kilometer entlang der Bucht erstreckte und den Süden der Stadt mit dem nördlichen Stadtzentrum verband. Die obere Ebene führte nach Norden, die untere nach Süden, während beide Fahrtrichtungen parallel zum Wasser verliefen und einen Teil der Innenstadt überspannten.
Die Hochstraße entstand zwischen 1949 und 1959 als Teil der State Route 99 und sollte die wachsende Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg verkehrstechnisch entlasten. Ein schweres Erdbeben im Jahr 2001 beschädigte die Struktur erheblich, woraufhin die Stadt beschloss, sie durch einen Tunnel unter der Innenstadt zu ersetzen, der 2019 eröffnet wurde.
Der Name bezieht sich auf die historische Straße am Ufer der Elliott Bay, die einst die wichtigste Verbindung zwischen den südlichen und nördlichen Stadtteilen bildete. Heute erinnern Fotografien und Ausstellungen in nahegelegenen Museen an die Zeit, als die Hochstraße das Stadtbild prägte und den Blick auf das Wasser versperrte.
Die Hochstraße ist seit 2019 nicht mehr befahrbar, da der gesamte Verkehr nun durch den neuen Tunnel unterhalb der Innenstadt fließt. An einigen Stellen entlang der alten Route entsteht neuer öffentlicher Raum, der schrittweise zugänglich gemacht wird und direkten Zugang zum Hafengebiet ermöglicht.
Während der Demontage wurden 109 Millionen Kilogramm Beton und fast 7 Millionen Kilogramm Stahlbewehrung recycelt. Die meisten Materialien fanden in anderen Bauprojekten der Region Verwendung, statt auf Deponien zu landen.
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