Galeriegrab von Guiry-en-Vexin, Neolithisches Grabmal in Guiry-en-Vexin, Frankreich.
Die Allée couverte du Bois-Couturier ist eine unterirdische Grabkammer aus der Jungsteinzeit, die aus übereinander gestapelten Kalksteinblöcken erbaut wurde und etwa acht Meter lang und zwei Meter breit ist. Der Eingang führt durch einen Vorraum mit dekorierten Steinen in eine größere Hauptkammer, wo früher Bestattungen stattfanden.
Das Grab wurde 1915 von einem Bauern entdeckt und zwischen 1919 und später durch systematische Ausgrabungen erforscht. Diese Arbeiten zeigten, dass es sich um eine große kollektive Begräbnisstätte aus der Jungsteinzeit handelte, die über lange Zeit hinweg genutzt wurde.
Die Schmucksteine im Vorraum zeigen eingravierte Frauenfiguren mit betonten Körpermerkmalen und Schmuck, wie sie für die Kultur an der Seine typisch sind. Diese Darstellungen spiegeln alte Überzeugungen wider, die Besucher beim Betreten des Grabes unmittelbar wahrnehmen können.
Der Zugang erfolgt über einen markierten Wanderweg von der Rue du Lavoir aus, und die Nähe zum lokalen Museum ermöglicht einen kombinierten Besuch beider Orte. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und auf feuchte Bodenbedingungen vorbereitet zu sein, da der Eingang in den unterirdischen Bereich führt.
Der ursprüngliche Verschlusstein, ein schweres Kalksteinstück mit einem eingebauten hölzernen Verriegelungssystem, befindet sich heute im Museum und zeigt die raffinierte Konstruktion, die die Grabhöhle sicherte. Dieses Detail offenbart, wie ernst die Erbauer die Integrität der Bestattung nahmen.
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