Totenlaterne, Mittelalterliches Grabmonument in Fenioux, Frankreich.
Die Lanterne des morts de Fenioux ist ein mittelalterliches Steinmonument, das sich etwa 11 Meter in die Höhe erhebt und von elf Säulen umgeben ist, die einen zentralen Schaft mit einer Laterne und Kreuzstruktur an der Spitze rahmen. Die zylindrische Form mit ihren regelmäßigen Öffnungen zwischen den Säulen ermöglicht es, von innen heraus Licht nach außen zu werfen und schafft so ein auffälliges Merkmal in der flachen Landschaft.
Das Denkmal wurde im 12. Jahrhundert an einem Ort errichtet, der früher für rituelle Zeremonien genutzt wurde, und wurde 1862 in Frankreichs erste nationale Liste der geschützten Denkmäler aufgenommen. Diese frühe Anerkennung machte es zu einem der ältesten offiziell geschützten Bauwerke dieser Art in Frankreich.
Die Struktur war während Bestattungszeremonien ein Wahrzeichen, bei dem ein Licht an seiner Spitze platziert wurde, um die Seelen auf ihrer himmlischen Reise zu leiten.
Das Monument liegt etwa 80 Meter westlich der Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher können über 38 innere Stufen zum oberen Ende aufsteigen und von dort aus die Umgebung überblicken.
Ein Nachbau dieser Grablaterne steht seit 1994 an der Raststätte Lozay an der A10-Autobahn zwischen Paris und Bordeaux. Diese Replika ermöglicht es Reisenden, eine vereinfachte Version des Monuments zu sehen, ohne den Umweg nach Fenioux machen zu müssen.
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