Gouy-Höhle, Prähistorische Höhlenkunst in Gouy, Frankreich
Die Gouy-Höhle ist eine Kalksteinhöhle in Frankreich mit einem etwa 12 Meter langen Gang, dessen Wände mit alten Tiergravuren bedeckt sind. Der Eingang wurde mit Mauern verschlossen, um die empfindlichen Gravuren vor Umwelteinflüssen und natürlicher Erosion zu schützen.
Zwei Jungen entdeckten die Höhle 1956, aber Inschriften zeigen, dass Einheimische sie bereits 1881 gefunden hatten, ohne dies damals zu melden. Diese späte Anerkennung durch moderne Forscher bedeutete für die wissenschaftliche Welt einen Durchbruch bei der Erkenntnis prähistorischer Kunst in dieser Region.
Die Gravuren in der Höhle zeigen Tiere wie Rinder, Pferde und Hirsche, die von frühen Menschen dargestellt wurden und Einblicke in ihre Beziehung zur Tierwelt geben. Diese Darstellungen spiegeln wider, wie wichtig Jagd und Beobachtung der Natur für das tägliche Leben waren.
Der Standort liegt in der Region Gouy und ist geschützt verschlossen, daher sind Besuche nur nach vorheriger Vereinbarung mit Behörden möglich. Es empfiehlt sich, sich bei lokalen Tourismusbüros zu informieren, da der Zugang begrenzt und saisonal unterschiedlich sein kann.
Das Archäologische Institut Amerikas hat den Standort 2010 als gefährdet eingestuft, da Baumwurzeln die Kalksteinwände durchdringen und die wertvollen Gravuren bedrohen. Dieser Befund verdeutlicht, wie zerbrechlich solche antiken Schätze sind und warum moderne Schutzmaßnahmen notwendig sind.
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