Cité Napoléon, Historischer Arbeiterwohnkomplex im 9. Arrondissement, Frankreich
Die Cité Napoléon ist eine Wohnanlage aus dem 19. Jahrhundert an drei Adressen: Rue Marguerite-de-Rochechouart 58 und 60bis sowie Rue Pétrelle 25. Das Gelände besteht aus mehreren verbundenen Gebäuden mit Wohneinheiten über mehrere Etagen, die durch innere Flure und Treppen erschlossen werden.
Das Wohnviertel entstand zwischen 1849 und 1853 während der schnellen Industrialisierung von Paris und war gedacht, um etwa 200 Arbeiterfamilien unterzubringen. Es verkörpert die Reformbewegung, die sichere und organisierte Wohnbedingungen für die wachsende Arbeiterklasse schaffen wollte.
Der Namenszug ehrt Napoléon und verweist auf die Reformideen der damaligen Zeit, die sich in den gemeinsamen Räumen und der organisierten Lebensweise widerspiegeln. Die Bewohner teilen sich Treppen und Flure, die bis heute die ursprüngliche Nachbarschaftsstruktur bewahrt haben.
Die Anlage kann von außen besichtigt werden, wobei die historischen Fassaden und die innere Raumorganisation von den öffentlichen Wegen sichtbar sind. Die besten Blicke erhält man von den angrenzenden Straßen aus, wo man die unterschiedlichen Ebenen und die Architektur des Komplexes erkennt.
Jede Wohneinheit hat einen eigenen Außenbereich auf dem Balkon oder der Terrasse, ein ungewöhnliches Merkmal für Arbeiterhäuser dieser Zeit. Das oberste Geschoss mit seinem Glasdachdesign bot den Bewohnern zusätzlich einen sonnigen Raum zum Gärtnern und Aufenthalt im Freien.
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