Oppidum des Encourdoules, archäologische Stätte in Frankreich
Das Oppidum des Encourdoules ist eine antike befestigte Siedlung auf einer Höhe von etwa 249 Metern bei Vallauris, die sich über eine Fläche von etwa zwei Hektar erstreckt. Die Überreste zeigen massive Steinmauern, Haushalt- und Lagergrundrisse sowie Pressanlagen, die für Wein- und Ölherstellung verwendet wurden.
Die Siedlung entstand gegen Ende des 3. Jahrhunderts vor unserer Zeit und wurde bis zum 4. Jahrhundert nach unserer Zeit bewohnt. Unter Kaiser Augustus wurde das Oppidum umgebaut, seine Mauern teilweise zerstört und das Gebiet erweitert, später verließ man den Ort wohl aufgrund von Invasionen fremder Völker.
Der Name "Encourdoules" geht auf die antike Bevölkerung der Ligurer zurück, die diese Höhe als Siedlungsort nutzten. Die Ruinen zeigen heute noch die Spuren eines Ortes, an dem Menschen zusammenlebten, arbeiteten und ihre Gemeinschaft schützten.
Das Gelände ist für Besucher zugänglich und bietet Wege zwischen Ruinen und Grundmauern zum Erkunden. Bequeme Schuhe sind wichtig, da der Boden uneben ist und die Wege nicht überall gepflastert sind.
Bei Ausgrabungen zwischen 2002 und 2005 fanden Archäologen Pressanlagen für Wein und Öl sowie ein Grabmal mit einer Inschrift für Balbia Paterna. Über 160 antike Münzen, die seit dem 19. Jahrhundert ausgegraben wurden, zeigen die lange Blütezeit dieser Siedlung und ihren Handelskontakt über mehrere Jahrhunderte hinweg.
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