Carnoux-en-Provence, französische Gemeinde im Département Bouches-du-Rhône
Carnoux-en-Provence ist eine kleine Stadt südlich von Marseille, die sich in einem Tal zwischen Höhenlagen von 180 bis 380 Metern erstreckt. Das Dorf besteht aus ordentlichen Wohnstraßen mit Häusern, die zur Sonnenseite hin ausgerichtet sind, durchsetzt mit grünen Plätzen und blütenreichen Grünanlagen.
Die Stadt wurde 1956 von französischen Rückkehrern aus Marokko gegründet, die sich in der Provence niederlassen wollten und das Land selbst mit eigenen Mitteln erschlossen. Sie erhielt erst 1967 den offiziellen Status einer Gemeinde und verdankt ihre Struktur dem Architekten Jean Rozan, der die frühe Planung gestaltete.
Der Name Carnoux stammt aus der Okzitanischen Sprache und wird lokal als Carnós de Provença ausgesprochen, was die regionale Tradition widerspiegelt. Die Bewohner pflegen eine einfache Lebensweise mit traditioneller provenzalischer Küche, wobei Familie und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen und sich Menschen regelmäßig zu Mahlzeiten und Treffen zusammenfinden.
Die Stadt ist klein genug, um zu Fuß erkundet zu werden, mit ruhigen und gut beschilderten Straßen sowie ausreichend Parkplätzen. Der Ort ist leicht erreichbar von Marseille über die Bergstraße Col de la Gineste und vom Süden über die Verbindung nach Cassis, wodurch Tagesausflüge zur Küste oder in die Stadt praktisch sind.
Eine Kirche namens Notre-Dame d'Afrique, erbaut 1964, steht mit moderner Architektur im Zentrum und beherbergt ein Denkmal für französische Soldaten, das die Verbindung der Stadt zur Geschichte von Nordafrika erzählt. Dieses Bauwerk ist ein stilles Zeugnis der Wurzeln der Gemeinde bei der Rückwanderung aus Marokko und Algerien.
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