Cimetière de Montferrand, Gemeindefriedhof in Clermont-Ferrand, Frankreich
Der Cimetière de Montferrand ist ein Stadtfriedhof im Stadtteil Montferrand von Clermont-Ferrand, Frankreich. Er besteht aus flachen, breiten Alleen, auf denen Grabsteine aus verschiedenen Epochen nebeneinander stehen, darunter ein eigener Bereich, der den Soldaten des Ersten Weltkriegs gewidmet ist.
Vor 1630 wurden die Verstorbenen aus Montferrand in einem Gehege nahe dem Benediktinerkloster Le Moustier Saint-Robert begraben, als Clermont und Montferrand noch zwei getrennte Gemeinden waren. Der heutige Standort wurde 1896 erstmals erweitert und wuchs erneut 1929, als neue Parzellen im Osten erschlossen wurden, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden.
Der Friedhof ist der Ort, an dem Familien aus dem Viertel Montferrand seit Generationen ihre Verstorbenen bestatten. Wer durch die Alleen geht, entdeckt Grabsteine aus verschiedenen Epochen, von schlichten Steinen bis hin zu aufwendigeren Denkmälern, die den Wandel lokaler Traditionen widerspiegeln.
Die Alleen sind flach und breit, sodass der Friedhof auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität gut begehbar ist. Ein Besuch in den Morgenstunden oder an Werktagen ermöglicht eine ruhigere Erkundung des Geländes.
Während des Ersten Weltkriegs wurde ein nahegelegenes Seminargebäude in ein Militärkrankenhaus umgewandelt, das nach der Marneschlacht 1914 rund 600 Verwundete aufnahm. Die hohe Sterblichkeitsrate zwang die Armee, zusätzliche Flächen zu kaufen, und bis 1920 war ein Drittel des Friedhofs Soldaten gewidmet. 1922 wurde ein Monument mit einem Bronzerelief von Jean Camus enthüllt.
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