Devon Ice Cap, Eiskappe in Nunavut, Kanada
Die Devon-Eiskappe ist ein großes Gletschersystem auf der östlichen Insel Devon im Territorium Nunavut. Sie bedeckt eine ausgedehnte Fläche und erhebt sich zu beträchtlichen Höhen, wobei ihre Oberfläche von Spalten, Gletschermühlen und gefrorenen Seen geprägt wird.
Die erste bekannte Erkundung fand 1926 statt, als ein Expeditionsteam das Gebiet erreichte und kartographierte. Seitdem hat sich die wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf dieses System konzentriert, da Forscher erkannten, dass seine Eisschichten wichtige Informationen über vergangene Klimabedingungen speichern.
Das Eis der Kappe ist für Inuit und andere arktische Völker seit Jahrhunderten Teil der Landschaft, auch wenn die moderne Wissenschaft erst viel später begann, es zu untersuchen. Einheimische kennen die Gefahren und Besonderheiten dieser gefrorenen Welt aus ihrem täglichen Leben in dieser extremen Umgebung.
Der Besuch erfordert spezialisierte Ausrüstung und Transportmittel, da die Lage extrem abgelegen ist und nur während kurzer Sommermonate erreichbar ist. Reisende sollten sich auf extreme Kälte, schnell wechselndes Wetter und begrenzte Tageslichtstunden vorbereiten, besonders je näher man den polaren Monaten kommt.
Unter der Eiskappe befinden sich zwei salzhaltige subglaziale Seen, die in tiefen Felshohlräumen verborgen sind. Diese unterirdischen Gewässer entstanden durch Schmelzwasser und Gesteinsabbau über Millionen von Jahren.
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