Thule Site J, Militärradarstation im Nordwesten Grönlands.
Thule Site J ist eine Radaranlage in Nordwestgrönland, die Antennensysteme und umfangreiche Kühleinrichtungen zur Stabilisierung von Betonkonstruktionen in der arktischen Permafrostzone nutzt. Die Infrastruktur wurde speziell dafür ausgelegt, unter extremen Bedingungen mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zu funktionieren.
Die Anlage entstand ab Mai 1958 als Teil des Ballistic Missile Early Warning System während der kalten Kriegszeit. Sie wurde errichtet, um Raketen- und Raumfahrtbedrohungen zu überwachen und war ein wichtiger Bestandteil der Frühwarnsysteme der Nato.
Die Anlage zeigt die Verbindung zwischen Militärtechnologie und arktischen Umweltanpassungen durch ihre Bauweisen und Betriebsverfahren.
Der Zugang zur Anlage erfolgt ausschließlich per Flugzeug, da keine Straßenverbindung in diese entlegene Region existiert. Besucher müssen mit extremen Wetterbedingungen rechnen und die Erreichbarkeit hängt stark von den klimatischen Bedingungen ab.
Die Anlage ist die nördlichste Station eines Radarverbundes und überwacht Bedrohungen oberhalb des Polarkreises. Ihr Standort macht sie zu einem der Orte mit den extremsten natürlichen Bedingungen, an dem kontinuierlich Überwachungsaufgaben durchgeführt werden.
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