Hiawatha Gletsjer, Gletscherformation in Avannaata, Grönland.
Der Hiawatha-Gletscher erstreckt sich über rund 30 Kilometer im Nordwesten Grönlands und liegt unter einer etwa einen Kilometer dicken Eisschicht verborgen. Seine Oberfläche zeigt weiße, teils bläuliche Flächen, die sich zwischen Felswänden und benachbarten Eismassen bewegen.
Wissenschaftler kartierten den Gletscher erstmals 1922 und bemerkten seinen Rückzug in Richtung eines benachbarten Sees. Seither beobachten Forscherteams, dass sich das Eis kontinuierlich zurückzieht und die darunter liegende Landschaft freilegt.
Der Name stammt von einer bedeutenden Gestalt der Traditionen der amerikanischen Ureinwohner und verbindet das Eis mit Erzählungen aus einer anderen Welt. Vor Ort erinnert nichts sichtbar an diese Herkunft, doch der Bezug bleibt in Karten und Berichten präsent.
Der Zugang ist nur mit Spezialausrüstung und Unterstützung von Forschungsteams möglich, da das Gelände extrem abgelegen und schwer erreichbar ist. Radaruntersuchungen liefern Einblicke in die verborgenen Strukturen unter der Eisdecke.
Unter dem Eis verbirgt sich ein riesiger Einschlagkrater, der auf ein kosmisches Ereignis vor etwa 58 Millionen Jahren zurückgeht. Radarbilder zeigen die kreisförmige Vertiefung, die sonst unsichtbar bleibt.
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