Pingualuit-Krater, Einschlagkrater in Rivière-Koksoak, Kanada.
Der Pingualuit-Krater ist eine Impaktstruktur mit etwa 3,44 Kilometern Durchmesser im Norden Quebecs, in deren Innerem sich ein See mit etwa 267 Metern Tiefe befindet. Der See enthält Süßwasser mit außergewöhnlicher Reinheit und ist von einem markanten, erhobenen Rand umgeben, der deutlich über die flache Tundra-Landschaft hinausragt.
Die Struktur wurde 1943 von Piloten der United States Army Air Force während eines Meteorologieflugs fotografiert und dokumentiert. Wissenschaftliche Untersuchungen folgten in den 1950er Jahren, was zur formalen Anerkennung dieser geologischen Formation als Impaktkrater führte.
Die Inuit-Gemeinschaften der Region gaben dieser Senke ihren Namen – Pingualuit bedeutet in der Inuktitut-Sprache "Pickel" oder "Beulen" und bezieht sich auf den erhobenen Rand, der sich über die Tundra erhebt. Der Name zeigt, wie die lokalen Bewohner die Landschaft in ihrem Alltag wahrnehmen und beschreiben.
Das Gebiet ist nur mit privaten Charterflügen erreichbar, da es sich im Pingualuit-Nationalpark in einer abgelegenen Region befindet und keine regelmäßigen Transportdienste zur Verfügung stehen. Besucher sollten sich auf extreme Wetterbedingungen vorbereiten und die Anfahrt gut im Voraus planen.
Das Wasser in dem See ist so rein, dass es nur etwa drei Millionstel Mineralien enthält und damit zu den klarsten Süßwasserkörpern der Welt gehört. Diese außergewöhnliche Reinheit macht das Gewässer für Umweltforschung wertvoll und verleiht ihm ein besonderes Aussehen.
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