Yuquot Whalers' Shrine, Indigener Zeremonienschrein im American Museum of Natural History, Vereinigte Staaten.
Das Yuquot Whalers' Shrine ist eine Schnitzerei aus der kanadischen Insel Vancouver Island mit 88 geschnitzten menschlichen Figuren, vier Walfiguren und sechzehn menschlichen Schädeln. Das Objekt wird heute in der Sammlung des American Museum of Natural History in New York City verwahrt.
Der Ethnograph George Hunt dokumentierte das Heiligtum und brachte es 1904 ins American Museum of Natural History. Dieses Datum markiert einen wichtigen Punkt in der Geschichte der ethnografischen Sammlung, obwohl die ursprüngliche Struktur aus viel früherer Zeit stammte.
Das Heiligtum war ein heiliger Ort für Walfangrituale der Nuu-chah-nulth und spiegelt die tiefe Verbindung dieses Volkes zur Jagd im Meer wider. Die geschnitzten Figuren zeigen, wie eng diese Zeremonien mit dem Leben und den Überzeugungen der Gemeinschaft verflochten waren.
Das Heiligtum befindet sich in der Sammlung des Museums in New York und ist nicht ständig öffentlich zugänglich. Besucher sollten vorab prüfen, ob das Objekt in der aktuellen Ausstellung zu sehen ist oder nur auf Anfrage einsehbar ist.
Das Objekt stammt von den Nuu-chah-nulth, deren Walfangtradition bis zu 4000 Jahre zurückreicht und damit eine der ältesten maritimen Kulturen Nordamerikas darstellt. Diese tiefe historische Verbindung zur Walfjagd wird durch die Schnitzereien in beeindruckender Weise dokumentiert.
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