Pekinger Bailin-Tempel, Buddhistischer Tempel im Bezirk Dongcheng, China
Das Bailin-Tempel ist ein tibetisch-buddhistisches Kloster im Bezirk Dongcheng in Peking, das fünf Innenhöfe entlang einer zentralen Achse aufweist. Die Anlage folgt dem traditionellen chinesischen Tempelgrundriss mit einem Eingangstor, einer Himmelskönigehalle und einer Großen Buddhahalle, die hintereinander angeordnet sind.
Der Tempel wurde 1347 während der Regentschaft von Kaiser Shun der Yuan-Dynastie erbaut und stand unter der Aufsicht der Sakya-Schule des tibetischen Buddhismus. Im Laufe der Zeit wurde er zu einem der acht bedeutendsten Tempel Pekings und schließlich als national geschütztes Kulturdenkmal anerkannt.
Der Tempel bewahrt seltene hölzerne Druckblöcke des Tibetischen Drachensutra auf, die als die vollständigste buddhistische Enzyklopädie Chinas gelten. Besucher können heute noch die Bedeutung dieses Ortes als wichtiges Zentrum der tibetischen Lehren erkennen.
Der Tempel ist der breiten Öffentlichkeit vor allem am jährlichen Tag des Kulturerbes zugänglich, während er das übrige Jahr über nur für angeschlossene Einrichtungen geöffnet ist. Wer das Innere besichtigen möchte, sollte seinen Besuch entsprechend planen.
Die Große Buddhahalle trägt eine Inschrift von Kaiser Kangxi, die er persönlich zu seinem 60. Geburtstag verfasste und dem Tempel schenkte. Seltene Holzdruckblöcke des tibetischen Drachensutra befinden sich ebenfalls im Tempel und gelten als die vollständigste buddhistische Enzyklopädie Chinas.
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