Thoding-Kloster, Buddhistisches Kloster im Kreis Zanda, Tibet, China
Das Toling-Kloster ist ein tibetisch-buddhistisches Kloster im westlichen Tibet, das auf einem Hochplateau auf rund 3800 Metern Höhe liegt. Der Komplex umfasst mehrere Hauptgebäude und wird von einer Reihe von etwa 108 aus Erde gebauten Stupas begleitet, die sich entlang eines Flusses erstrecken.
Das Kloster wurde 996 von einem König des Guge-Königreichs gegründet und entwickelte sich rasch zum wichtigsten Zentrum für die Übersetzung buddhistischer Texte in Westtibet. Diese Aufgabe machte es zu einem bedeutenden Ort für die Verbreitung religiösen Wissens in der gesamten Region.
Das Kloster beherbergt alte Wandmalereien in mehreren Hallen, die religiöse Figuren und Szenen aus dem tibetischen Buddhismus zeigen. Wer genau hinsieht, erkennt in diesen Bildern eine Bildsprache, die die Region über Jahrhunderte geprägt hat.
Der Standort auf einem Hochplateau erfordert Zeit zur Akklimatisierung, daher ist es ratsam, sich an den ersten Tagen langsam zu bewegen und keine zu langen Wege auf einmal zu planen. Die Stupas entlang des Flusses sind leicht zugänglich und lassen sich ohne großen Aufwand zu Fuß erkunden.
Ein wenig bekanntes Detail ist, dass der berühmte Übersetzer Rinchen Zangpo im 10. Jahrhundert an diesem Ort tätig war und sein Wirken die Art und Weise, wie Buddhismus in ganz Tibet gelehrt wurde, grundlegend veränderte. Seine Verbindung zu diesem Ort ist bis heute in den lokalen Überlieferungen präsent.
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