Tirsuli, Berggipfel im Distrikt Pithoragarh, Indien.
Tirsuli ist ein 7.074 Meter hoher Gipfel in Uttarakhand, der die nordöstliche Mauer des Nanda-Devi-Heiligtums mit benachbarten Gipfeln wie Hardeol, Dunagiri und Changabang bildet. Das Gebiet wird von steilen Bergflanken und Gletschern geprägt, die die Route zu diesem isolierten Hochgipfel bestimmen.
1939 versuchte eine polnische Expedition, die am Nanda Devi East scheiterte, den Tirsuli; eine nächtliche Lawine verschüttete Camp 3 auf etwa 6.150 m und tötete den Leiter Adam Karpinski und Stefan Bernadzikiewicz. Indische Teams scheiterten 1964 (Mohan Singh Kohli) und 1965 (K. P. Sharma, Umkehr bei rund 5.500 m). Am 9. Oktober 1966 erreichte ein Team der Himalayan Association aus Kalkutta unter Chanchal Kumar Mitra über die Ostwand und den Südostgrat vom Camp 5 auf etwa 6.660 m den Gipfel; Nirapada Mallik, Shyamal Chakrabarty, Nima Tashi und Dorji Sherpa standen oben.
Der Tirsuli erhebt sich am Nordende des Johar-Tals über der Ghori Ganga und wird oft mit dem Trisul verwechselt, einem eigenen Gipfel auf der Südwestseite des Nanda-Devi-Schutzgebiets. Seinen Namen teilt er mit dem Dreizack der hinduistischen Tradition, doch die Quellen erklären nicht, wie der Berg zu ihm kam.
Munsiyari ist die Hauptausgangsstation für Expeditionen, mit Busverbindungen und Taxis von Kathgodam und anderen nahegelegenen Städten erreichbar. Expeditionen erfordern Vorbereitung und Akklimatisierung, daher sollte man ausreichend Zeit einplanen und lokale Führung in Anspruch nehmen.
Tirsuli wird oft mit Trisul verwechselt, einem eigenen Gipfel auf der Südwestseite des Nanda-Devi-Schutzgebiets. Die polnische Expedition von 1939 am Tirsuli war dieselbe Mannschaft, die kurz zuvor den Nanda Devi East bestiegen hatte; ihr Leiter Adam Karpinski und der Kletterer Stefan Bernadzikiewicz starben, als in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1939 eine Eis- und Schneelawine das Lager 3 auf etwa 6.150 m verschüttete.
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